JENSEITS VON RICHTIG UND FALSCH LIEGT EIN ORT.
DA TREFFEN WIR UNS.
RUMI
FRAGEN UND ANTWORTEN
In den vielen Jahren der Begleitung haben sich immer wiederkehrende Fragen herauskristallisiert, die häufig vor einer Aufstellung im Raum standen und manchmal zu Unsicherheiten beigetragen haben. Das ist völlig normal und verständlich, daher zu diesen nachfolgend einige Antworten. Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich immer gerne persönlich bei mir.
01. Was ist eine systemische Aufstellung?
02. Warum heißt es Aufstellung?
03. Was bedeutet der systemische Ansatz?
04. Welche Voraussetzungen sollte ein*e professionelle*r Aufsteller*in erfüllen?
05. Welche Themen kann ich aufstellen?
06. Für wen ist eine Aufstellung geeignet?
07. Bin ich krank oder stimmt etwas nicht mit mir?
08. Ich befinde mich in therapeutischer und oder ärztlicher Behandlung, wie verhalte ich mich richtig?
09. Mir wurde von einer Aufstellung abgeraten, warum?
10. Was kann ich von einer Aufstellung erwarten?
11. Wie läuft eine Aufstellung ab?
12. Funktioniert eine Aufstellung genauso gut auch online?
13. Kann ich eine Begleitperson mitbringen?
14. Wie kann ich mich auf eine Aufstellung vorbereiten?
15. Was ist, wenn ich nichts von meiner Familie weiß?
16. Was ist, wenn ich nichts fühle oder es nicht funktioniert?
17. Was ist, wenn sich etwas zeigt, was ich nicht möchte oder etwas hoch kommt, was ich nicht verarbeiten kann?
18. Wie geht es mir nach einer Aufstellung?
19. Wie kann ich eine Aufstellung nachbereiten?
20. Wie lange wirkt eine Aufstellung?
21. Wann kann ich eine erneute Aufstellung durchführen?
Was ist eine systemische Aufstellung?
Eine systemische Aufstellung ist eine Methode, die in Beratung, Coaching, Psychotherapie und Supervision eingesetzt wird und mit der man Verbindungen, Beziehungen, Verstrickungen und somit die Ursache von Problematiken und Leid aufdecken und bearbeiten kann.
Im Wesentlichen geht es um das Sichtbarmachen von unseren Beziehungen und Verhältnissen zu Menschen und Dingen. Mit Hilfe von Stellvertretern, Bodenankern oder Figuren in verschiedenen Formaten besteht die Möglichkeit, das in der Tiefe wirkende „Seelenbild“ unseres Systems abzubilden. Das Bewusstwerden von Zusammenhängen hilft, einen erweiterten Blick auf unser Leben zu bekommen.
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Warum heißt es Aufstellung?
Der Begriff „Aufstellung“ beschreibt die konkrete Methode: Personen, Bodenanker, Figuren oder andere Stellvertreter werden räumlich aufgestellt und übernehmen jeweils eine bestimmte Position innerhalb des betrachteten Systems.
Bei einer Aufstellung entsteht dadurch ein räumliches Bild des jeweiligen Themas. Die Positionen zueinander, Abstände, Blickrichtungen und Bewegungen können dabei relevante Informationen über Beziehungen, Dynamiken und innere Vorstellungen sichtbar machen.
Eine Aufstellung funktioniert sowohl vor Ort als auch online. In einer Präsenzaufstellung übernehmen beispielsweise andere Menschen die Rolle von Stellvertretern oder es kommen Figuren, Bodenanker oder andere Materialien zum Einsatz. Online lassen sich dafür digitale Elemente, Gegenstände oder andere räumliche Stellvertreter verwenden.
Der Begriff beschreibt damit die Arbeitsweise selbst: Etwas wird im Raum aufgestellt, damit Beziehungen und Dynamiken räumlich dargestellt und anschließend betrachtet werden können.
Was bedeutet der systemische Ansatz?
Der systemische Ansatz betrachtet den Menschen innerhalb seiner Beziehungen und sozialen Zusammenhänge. Jede Person ist Teil verschiedener Systeme, die sich gegenseitig beeinflussen und in denen bestimmte Rollen, Erwartungen, Regeln und Beziehungsmuster entstehen.
Besonders häufig betrachtet man das Herkunftssystem und das Gegenwartssystem. Zum Herkunftssystem gehört beispielsweise die Familie, in der du aufgewachsen bist. Das Gegenwartssystem umfasst unter anderem deine heutige Partnerschaft, deine eigene Familie oder andere enge Beziehungen.
Auch berufliche Zusammenhänge gehören zu den relevanten Systemen. Dazu zählen beispielsweise (d)ein Team, (d)ein Unternehmen, Organisation oder (d)eine Position innerhalb eines beruflichen Gefüges. Je nach Fragestellung können weitere Systeme einbezogen werden.
Im systemischen Ansatz betrachtet man daher einzelne Personen in der Regel nicht isoliert. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen, Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen den beteiligten Personen und Systemen. Eine Aufstellung macht solche Zusammenhänge räumlich sichtbar und schafft dadurch eine Grundlage, um bestehende Dynamiken genauer zu betrachten und neue Perspektiven auf das eigene Anliegen zu entwickeln.
Welche Voraussetzungen sollte ein*e professionelle*r Aufsteller*in erfüllen?
Professionelle Aufstellungsarbeit setzt eine fundierte Ausbildung und kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung voraus. Eine entsprechende Weiterbildung in Aufstellungsarbeit sowie regelmäßige Fortbildungen schaffen die fachliche Grundlage für eine verantwortungsvolle Arbeit mit Menschen und ihren persönlichen Anliegen.
Zur professionellen Haltung gehört ebenso die Auseinandersetzung mit den eigenen Themen. Selbsterfahrung und kontinuierliche Selbstreflexion helfen dabei, eigene Erfahrungen, Erwartungen und persönliche Dynamiken von den Anliegen der Klient*innen zu unterscheiden.
Supervision und Intervision gehören ebenfalls zur professionellen Praxis. In der Supervision werden die eigene Arbeit und konkrete Fälle mit einer fachlich qualifizierten Person reflektiert. Intervision ermöglicht den kollegialen Austausch und die gemeinsame Reflexion mit anderen Fachpersonen.
Erfahrungsgruppen bieten darüber hinaus Raum, die Methode selbst regelmäßig zu erleben, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und die eigene praktische Erfahrung zu vertiefen. Der kontinuierliche Kontakt zu Kolleg*innen und der fachliche Austausch unterstützen eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung der eigenen Arbeit.
Eine professionelle Aufsteller*in verfügt daher über mehrere miteinander verbundene Grundlagen: fundierte Ausbildung, kontinuierliche Fortbildung, ausreichende Selbsterfahrung, persönliche Selbstreflexion, Supervision, Intervision, Erfahrungsgruppen und fachlichen Austausch. Diese Kombination schafft die Voraussetzungen für einen bewussten, reflektierten und professionellen Umgang mit Aufstellungen.
Welche Themen kann ich aufstellen?
Grundsätzlich lässt sich eine große Bandbreite persönlicher, zwischenmenschlicher und beruflicher Anliegen aufstellen. Besonders häufig stehen dabei das Herkunftssystem und das Gegenwartssystem im Mittelpunkt. Dazu gehören beispielsweise die Herkunftsfamilie, die eigene Familie, Partnerschaften und andere bedeutende Beziehungen.
Auch berufliche Themen eignen sich für eine Aufstellung. Menschen aus dem beruflichen Umfeld, Teams, Unternehmen, Organisationen, berufliche Rollen oder konkrete Konflikt- und Entscheidungssituationen lassen sich ebenso aufstellen wie bestimmte Dynamiken innerhalb eines Arbeitskontextes.
Darüber hinaus können auch Objekte, Tiere, Symbole und Sinnbilder Teil einer Aufstellung sein. Märchen, Träume, innere Bilder oder andere innere Vorstellungen lassen sich ebenfalls räumlich darstellen und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Eine Aufstellung muss sich also nicht auf Personen beschränken. Je nach Anliegen können auch abstrakte Elemente wie Ziele, Entscheidungen, Ressourcen, Konflikte oder verschiedene Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung einbezogen werden.
Welche Elemente in einer Aufstellung sinnvoll sind, richtet sich nach dem jeweiligen Anliegen und der Fragestellung. Die Methode bietet dadurch einen vielseitigen Rahmen, um Beziehungen, innere Vorstellungen und systemische Zusammenhänge differenziert zu betrachten.
Für wen ist eine Aufstellung geeignet?
Aufstellungsarbeit eignet sich für Menschen, die ein persönliches, familiäres, partnerschaftliches oder berufliches Anliegen aus einer anderen Perspektive betrachten möchten. Die Methode lässt sich für unterschiedliche Themen und Lebensbereiche einsetzen, sodass keine bestimmte Lebenssituation erforderlich ist.
Für die Teilnahme an einer Aufstellung brauchst du auch keine besonderen Fähigkeiten. Auch Vorerfahrungen mit Aufstellungsarbeit, psychologischen Methoden oder systemischer Arbeit sind keine Voraussetzung. Entscheidend ist deine Bereitschaft, dich auf die Methode einzulassen und dein eigenes Anliegen offen zu betrachten.
Auch als Stellvertreter*in kannst du an einer Aufstellung teilnehmen, ohne selbst ein eigenes Anliegen aufzustellen. Dabei übernimmst du eine Rolle innerhalb der Aufstellung und sammelst zugleich eigene Erfahrungen mit der Methode.
Welche Form der Aufstellung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Anliegen und vom fachlichen Rahmen der Aufstellungsarbeit ab. Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen sollte vorab geklärt werden, ob eine Aufstellung aktuell eine geeignete Methode darstellt.
Bin ich krank oder stimmt etwas nicht mit mir?
Persönliche Themen, belastende Erfahrungen und schwierige Lebenssituationen gehören zum menschlichen Leben. Eine Aufstellung betrachtet solche Themen aus einer systemischen Perspektive und kann dabei unterstützen, Zusammenhänge, Beziehungsmuster und persönliche Dynamiken genauer zu betrachten.
Eine Aufstellung stellt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose. Sie ersetzt daher keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Wenn du den Eindruck hast, dass eine ernsthafte psychische oder körperliche Erkrankung vorliegen könnte, solltest du dein Anliegen vor einer Aufstellung mit einer Ärztin, einem Arzt oder Psychotherapeuten besprechen.
Eine Aufstellung kann eine bestehende medizinische oder psychotherapeutische Behandlung ergänzen und begleiten. Dabei bleibt die jeweilige fachmedizinische oder psychotherapeutische Behandlung die zuständige Grundlage für Diagnostik und Therapie.
Du musst dich für ein persönliches Anliegen also nicht als „krank“ betrachten, damit eine Aufstellung sinnvoll sein kann. Auch wiederkehrende Beziehungsmuster, familiäre Konflikte, berufliche Situationen, Entscheidungsfragen oder andere belastende Themen können Anlass für eine Aufstellung sein.
Ich befinde mich in therapeutischer und oder ärztlicher Behandlung, wie verhalte ich mich richtig?
Wenn du dich aktuell in therapeutischer oder ärztlicher Behandlung befindest, solltest du deine geplante Aufstellung mit deiner behandelnden Fachperson besprechen. Sie kennt deine aktuelle Situation und kann gemeinsam mit dir einschätzen, ob eine Aufstellung zu diesem Zeitpunkt sinnvoll in deinen bestehenden Behandlungsrahmen passt.
Besprich dabei auch, welches Anliegen du aufstellen möchtest und welche Erwartungen du mit der Aufstellung verbindest. Deine eigene Einschätzung und deine Wünsche gehören ebenfalls in diese Entscheidung.
Informiere deine behandelnde Fachperson außerdem über den geplanten Termin der Aufstellung. Je nach persönlicher Situation kann es sinnvoll sein, bereits im Vorfeld einen Termin zur Vorbereitung oder im Anschluss einen Termin zur Nachbesprechung zu vereinbaren. Dadurch lässt sich das Erlebte gemeinsam einordnen und in den bestehenden therapeutischen oder medizinischen Prozess integrieren.
Eine Aufstellung sollte dabei als ergänzendes Verfahren betrachtet werden. Die bestehende ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung sollte entsprechend der individuellen fachlichen Empfehlung fortgeführt werden.
Mir wurde von einer Aufstellung abgeraten, warum?
Die Tätigkeit als Aufsteller*in ist in Deutschland grundsätzlich nicht zulassungsbeschränkt. Entsprechend können unterschiedliche Menschen Aufstellungsarbeit anbieten, unabhängig davon, wie umfangreich ihre Ausbildung, Selbsterfahrung und fachliche Qualifikation ausfallen.
Gerade bei persönlichen oder emotional stark belastenden Anliegen verdient die Auswahl der Aufsteller*in deshalb besondere Aufmerksamkeit. Aufstellungsarbeit kann nämlich tiefgreifende persönliche Prozesse anstoßen. Eine unzureichende Ausbildung, fehlende Selbsterfahrung oder mangelnde Erfahrung mit intensiven Prozessen kann dazu führen, dass auftretende Reaktionen nicht angemessen eingeordnet und begleitet werden. Auch die Fähigkeit, eine Aufstellung fachlich zu führen, Grenzen wahrzunehmen und bei Bedarf einen Prozess zu unterbrechen, gehört zu einer verantwortungsvollen Arbeitsweise.
Wenn dir eine Aufstellung von einer Ärztin, einem Arzt oder einer Therapeutin beziehungsweise einem Therapeuten abgeraten wurde, solltest du zunächst klären, welche konkreten Gründe dahinterstehen. Besonders bei einer bestehenden psychischen oder körperlichen Erkrankung sollte die individuelle Situation fachlich beurteilt werden.
Entscheidest du dich für eine Aufstellung, achte auf eine fundierte Weiterbildung, ausreichende praktische Erfahrung, regelmäßige Selbsterfahrung, Supervision und einen transparenten Umgang mit den eigenen fachlichen Grenzen. Ein professioneller Rahmen umfasst ebenso eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung sowie die Bereitschaft, eine Aufstellung abzubrechen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wenn die aktuelle Situation dafür spricht. Suche dir deswegen eine*n erfahrene*n Aufsteller*in.
Schau dir dazu meine Qualifikationen an:
Was kann ich von einer Aufstellung erwarten?
Eine Aufstellung kann helfen, Klarheit zu finden und liefert häufig wichtige Erkenntnisse, um Entscheidungen zu treffen oder sinnvolle Handlungsstrategien festzulegen. Meistens tritt große Erleichterung und ein Gefühl der Befreiung ein, so dass man neue Kraft für die Verwirklichung seiner Ziele schöpfen kann. Man kann verschiedene Traumata bearbeiten, Beziehungen zu klären, Konflikte lösen, und seinem Leben eine neue Ausrichtung geben. Einige Fragen können mit Aufstellungen beantwortet werden:
- Warum passiert mir immer dasselbe?
- Warum habe ich keinen Erfolg?
- Warum kann ich einfach nicht glücklich werden?
Weiterhin kann man auch Hintergründe von Krankheiten, Geldproblematiken und Verstrickungen aufdecken. Kurzum: Heil werden, bei sich ankommen, Schicksalsschläge überwinden und Lösung im Einklang erleben. In jedem Fall geht man danach klarer, freier und leichter durch das Leben.
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Wie läuft eine Aufstellung ab?
Als Erstes lernen wir uns kostenlos, unverbindlich und entspannt in einem Gespräch kennen. Danach sende ich dir einen Fragebogen zur individuellen Vorbereitung zu. Wir führen danach ein Vorgespräch als Vorbereitung zur Aufstellung, gehen dein Herkunfts- und Gegenwartssystem gemeinsam durch und vereinbaren einen Termin für die Aufstellung.
Die Aufstellung findet entweder vor Ort oder online statt und dauert ca. 4 Stunden. Wir starten mit einer Meditation, ich führe eine Anamnese durch, wir klären nochmals dein Anliegen und führen die Aufstellung mit Bodenankern oder Figuren bis zu einer möglichen heilsamen Lösung durch. Wir kommen mit einer Abschlussmeditation wieder bei uns an und lassen die Aufstellung ausklingen.
Bei noch aufkommenden Fragen kannst du mich nach einer Aufstellung jederzeit telefonisch erreichen.
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Funktioniert eine Aufstellung genauso gut auch online?
Ja, eine Aufstellung lässt sich auch online durchführen. Dabei kommen je nach Methode unterschiedliche Formen von Stellvertretern zum Einsatz. Wie eine Online-Aufstellung konkret abläuft und welche Möglichkeiten dieses Format bietet, erfährst du im Video.
Kann ich eine Begleitperson mitbringen?
Ja, du kannst sowohl zu einer Aufstellung vor Ort als auch zu einer Online-Aufstellung eine Begleitperson hinzuziehen. Entscheidend ist, dass diese Person für dich eine echte Unterstützung darstellt und dir während des Prozesses Sicherheit und Orientierung gibt.
Bei direkten Angehörigen, die selbst Teil des betrachteten Systems sind, sollte individuell geprüft werden, ob ihre Anwesenheit für den Aufstellungsprozess hilfreich ist. Je nach Thema kann die Nähe zu einer beteiligten Person zusätzliche Dynamiken in den Prozess einbringen.
Besprich daher am besten vorab mit der Aufsteller*in, wer dich begleiten soll und welche Rolle diese Person während der Aufstellung einnehmen soll.
Wie kann ich mich auf eine Aufstellung vorbereiten?
Schau, dass es dir gut geht. Sei am besten ausgeschlafen, sorge gut für dich. Ziehe bequeme Kleidung an, die du bei Bedarf an und ausziehen kannst, bring zum Live Termin warme Socken oder Hausschuhe mit. Starkes Make Up, Düfte oder besonders modische Kleidung sind eher hinderlich.
Online: Stelle sicher, dass die Technik funktioniert: Eine stabile Internetverbindung mit LAN-Kabel wäre am besten. Schalte alle Störquellen aus und schaue, dass du eine störungsfreie Atmosphäre hast.
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Was ist, wenn ich nichts von meiner Familie weiß?
Du musst für eine Aufstellung keine umfassenden Informationen über deine Familie kennen. Ein von mir entwickelter Fragebogen dient dazu, dir selbst einen Überblick über dein System zu ermöglichen und relevante Informationen zusammenzutragen, sofern dir diese zugänglich sind.
Fehlen dir Angaben zu Familienmitgliedern, Lebensereignissen oder früheren Generationen, stellt das kein Hindernis für die Aufstellung dar. Auch wenn du den Fragebogen nur teilweise oder gar nicht ausfüllen kannst, lässt sich eine Aufstellung durchführen.
Der Fragebogen ist eine Orientierung für die Vorbereitung. Für die Aufstellung selbst sind vollständige Familiendaten keine Voraussetzung. Auch unbekannte Informationen können innerhalb des Aufstellungsprozesses berücksichtigt werden. Entscheidend ist dein konkretes Anliegen und das, was sich innerhalb der Aufstellung zeigt.
Du musst deshalb keine aufwendige Familienrecherche betreiben, bevor du eine Aufstellung buchst. Wenn du bestimmte Informationen kennst, bringe sie mit. Alles Weitere darf sich aus dem Prozess heraus entwickeln.
Was ist, wenn ich nichts fühle oder es nicht funktioniert?
Du musst während einer Aufstellung nichts Bestimmtes fühlen oder wahrnehmen. Jede Person erlebt eine Aufstellung auf ihre eigene Weise, manche nehmen körperliche Empfindungen wahr, andere haben Gedanken, Bilder, Impulse oder zunächst gar keine deutliche Reaktion.
Hilfreich ist eine möglichst offene und absichtslose Haltung. Je weniger du versuchst, eine bestimmte Wahrnehmung herzustellen oder eine erwartete Reaktion zu erzeugen, desto leichter kannst du wahrnehmen, was sich im jeweiligen Moment zeigt.
Auch das Ausbleiben einer deutlichen Wahrnehmung kann innerhalb einer Aufstellung relevant sein. Wenn beispielsweise ein Thema von emotionaler Distanz, Rückzug oder Erstarrung geprägt ist, kann genau diese Wahrnehmung einen Hinweis auf die betrachtete Dynamik geben.
Solltest du während der Aufstellung ins Stocken geraten oder selbst keine Wahrnehmung einordnen können, wirst du dabei begleitet. Als Aufstellerin kann ich meine eigenen Wahrnehmungen in den Prozess einbringen und dir zur Orientierung zur Verfügung stellen.
Du musst deshalb weder eine bestimmte Fähigkeit mitbringen noch eine bestimmte Erfahrung erzeugen. Eine Aufstellung darf sich so entwickeln, wie sie sich für dich und dein Anliegen zeigt.
Was ist, wenn sich etwas zeigt, was ich nicht möchte oder etwas hoch kommt, was ich nicht verarbeiten kann?
Eine gewisse Aufregung vor einer Aufstellung ist völlig verständlich. Du weißt vorher meist nicht genau, welche Wahrnehmungen, Erinnerungen oder Themen während des Prozesses auftauchen.
Aus meiner Erfahrung zeigt sich innerhalb einer Aufstellung nichts, das grundsätzlich außerhalb deiner Verarbeitung liegen muss. Gleichzeitig achte ich während des gesamten Prozesses aufmerksam darauf, wie weit wir gehen und an welchem Punkt eine gute Grenze erreicht ist.
Du bekommst zu Beginn ausdrücklich den Raum, jederzeit Rückmeldung zu geben. Teile mir mit, wenn dir etwas zu viel wird, du eine Pause brauchst oder an einer Stelle nicht weitergehen möchtest. Ich frage auch während der Aufstellung regelmäßig nach und beziehe deine Rückmeldungen in den weiteren Prozess ein.
Eine Aufstellung muss dabei nicht bis zum vermeintlich letzten möglichen Schritt geführt werden. Ich beende oder unterbreche einen Prozess bewusst, wenn ich wahrnehme, dass eine Grenze erreicht ist. Dein aktuelles Erleben und deine Rückmeldung geben dabei gemeinsam die Orientierung für den weiteren Verlauf.
Wie geht es mir nach einer Aufstellung?
Nach einer Aufstellung kann sich dein Erleben zunächst etwas verändert anfühlen. Die intensive Auseinandersetzung mit einem persönlichen Thema kann dazu führen, dass du müde bist, Ruhe brauchst oder weniger Aufnahmefähigkeit für weitere Eindrücke hast.
Manche Menschen beschreiben diesen Zustand als eine Art „Jetlag“ nach einer tiefgehenden emotionalen Arbeit. Solche vorübergehenden Reaktionen können nach einer Aufstellung auftreten und klingen in der Regel innerhalb einer kurzen Erholungszeit wieder ab.
Plane für die Zeit nach der Aufstellung möglichst etwas Ruhe ein und gib dir Raum, die Erfahrung nachwirken zu lassen. Große Entscheidungen oder besonders belastende Termine müssen direkt im Anschluss nicht stattfinden.
Mehr Informationen dazu findest du in meiner Podcastfolge #72 "Nach der Aufstellung".
Wie kann ich eine Aufstellung nachbereiten?
Plane für den Tag der Aufstellung und idealerweise auch für den folgenden Tag möglichst wenig. Dein System darf nach der intensiven Arbeit zur Ruhe kommen und die Erfahrung verarbeiten.
Wähle Aktivitäten, die dir Entspannung und Erholung ermöglichen. Ein Spaziergang, Zeit in der Natur, ein ruhiger Tag zu Hause oder andere vertraute Tätigkeiten können dafür gut geeignet sein. Anstrengende körperliche oder mentale Aktivitäten solltest du direkt nach der Aufstellung möglichst reduzieren.
Auch dein Bedürfnis nach Kontakt darf dabei eine Orientierung sein. Manche Menschen möchten sich nach einer Aufstellung austauschen und Nähe erleben, andere bevorzugen Ruhe und Rückzug. Nimm wahr, was dir gerade guttut, und gestalte die Zeit entsprechend.
Achte außerdem auf deine grundlegenden Bedürfnisse. Iss ausreichend, trink genügend Wasser und gönn dir Schlaf, wenn dein Körper danach verlangt. Eine bewusste Nachbereitung schafft Raum dafür, die Erfahrungen der Aufstellung in Ruhe einzuordnen.
Mehr Informationen dazu findest du in meiner Podcastfolge "Nach der Aufstellung".
Wie lange wirkt eine Aufstellung?
Wie lange die Erfahrungen einer Aufstellung nachwirken, lässt sich individuell kaum vorhersagen. Bei manchen Menschen verändert sich unmittelbar nach der Aufstellung etwas in der eigenen Wahrnehmung oder im Umgang mit einem Thema. Bei anderen entsteht zunächst keine deutlich wahrnehmbare Veränderung, bevor sich zu einem späteren Zeitpunkt neue Zusammenhänge oder Perspektiven entwickeln.
Die Nachwirkung kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Je nach persönlicher Situation und Anliegen berichten Menschen von Veränderungen über Wochen, Monate oder auch längere Zeiträume hinweg.
Eine Aufstellung folgt dabei keinem festen zeitlichen Ablauf. Die Erfahrung entwickelt sich individuell und lässt sich daher weder auf einen bestimmten Zeitraum begrenzen noch mit einem garantierten Ergebnis verbinden.
Mehr Informationen dazu findest du in meiner Podcastfolge "Nach der Aufstellung".
Wann kann ich eine erneute Aufstellung durchführen?
Eine erneute Aufstellung ist grundsätzlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten und zu unterschiedlichen Anliegen möglich. Dabei gibt es keinen allgemein gültigen zeitlichen Abstand, der für alle Menschen und Themen gleichermaßen passt.
Nach einer Aufstellung empfiehlt es sich, zunächst etwas Zeit verstreichen zu lassen. So bekommt der Prozess Raum, sich weiterzuentwickeln und mögliche Veränderungen im eigenen Erleben oder im Alltag wahrzunehmen.
Eine weitere Aufstellung kann sinnvoll werden, wenn sich ein neues Anliegen ergibt oder ein bereits bearbeitetes Thema aus einer anderen Perspektive betrachtet werden soll. Dabei sollte jede neue Aufstellung ein eigenes konkretes Anliegen haben, damit der jeweilige Prozess gezielt und nachvollziehbar gestaltet werden kann.
DU HAST NOCH WEITERE FRAGEN?
Ich bin für dich da und beantworte dir gerne alle deine weiteren Fragen.


